Kirchenmusik

Was wäre die Kirche ohne Musik? Der Ruf der Glocken, alte und neue Kirchenlieder, Orgelmusik und Chorgesang – all dies erklingt vielstimmig im Leben der Gemeinden und prägt die Spiritualität vieler Menschen. Warum gibt es überhaupt Musik in der Kirche? Weil Musik bereits in der Bibel, etwa in den Psalmen, eine Sprache des Glaubens ist, und weil wir in Freude wie in Trauer die reichen Ausdrucksmöglichkeiten des Singens und Spielens brauchen. Das Hören von Musik wird zudem immer mehr als eigene und wichtige Möglichkeit der Verkündigung in Wort und Ton entdeckt.


Über Jahrhunderte hinweg waren auch im Erzbistum Freiburg die Klöster herausragende Orte der liturgischen und geistlichen Musik. Heute wird die Kirchenmusik getragen von vielen ehrenamtlichen Sängerinnen und Sängern der Kirchenchöre im Diözesan-Cäcilienverband, von den nebenberuflichen Organisten und Chorleitern, für die es eine eigene Ausbildung gibt, sowie vom Amt für Kirchenmusik mit den hauptamtlichen Bezirkskantoren. Neue und zukunftsweisende Schwerpunkte setzen die "Musikwerkstatt Freiburg – Neues Geistliches Lied" sowie die Kinder- und Jugendchöre im "Pueri-Cantores-Verband".


In der kirchenmusikalischen Praxis verbindet sich der lebendiger Umgang mit der Tradition mit der Offenheit für Neues. Gelingt auch die Integration von künstlerischem Anspruch und pastoraler Stimmigkeit, dann trägt die Lebendigkeit und Vielfalt der Musik im Kirchenraum viel zur Weitergabe des Glaubens bei: in Gruppen und Gemeinden, in Konzert und Gottesdienst, bei der Freiburger Dommusik ebenso wie in der kleinsten Dorfkirche. Das gegenwärtige kirchenmusikalische Repertoire ist in vielen Bereichen ökumenisch. Es wird auch von zahlreichen nicht-kirchlichen Ensembles gepflegt und ist vielfach auf Tonträgern zugänglich. Von der Gregorianik bis zum Neuen Geistlichen Lied, vom Kantorengesang bis zur klassischen Orchestermesse reicht das Spektrum der Musica Sacra.


Die kirchenmusikalisch Engagierten in der Erzdiözese Freiburg freuen sich über neue Mitwirkende ebenso wie über neugierige Hörerinnen und Hörer, denen die Kirchenmusik zu hören, zu denken und zu glauben gibt.

 

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